Festk. Festrede


Festrede zum Kommerz am 18. Januar 2014

22 Jahre Öttemicher Karnevalsclub

Liebe Tollitäten, Präsidentinnen und Präsidenten,
meine Damen und Herren Vorsitzende, lieber
stellv. Bürgermeister, meine Herren und Damen
der Vorstände des Regionalverbandes RSE, liebe
Vorstandsmitglieder und Gesellschaften des FAS,
liebe Karnevalsfreunde, meine Damen und Herren
aus Ittenbach, leev Fastelowendfründe.

vor 22 Johre da finge me he an,
seit 22 Johre da han me Spaß daran,

so sangen unsere aktiven Mitglieder auf der
Proklamation unserer liebreizenden Prinzessin
Petra I.

In diesem Sinne herzlich willkommen zu unserer
heutigen Veranstaltung.

Der Vorstand der Öttemicher Jecken hat mich als
Vorsitzenden der Gesellschaft gebeten, am heutigen
Tag die Festrede zu halten, und ich danke für diese
hohe Ehre und das Vertrauen.

Die älteren Ittenbacher Bürger werden sich noch an
die Zeiten der Blau-weißen-Funken erinnern, deren
Schreibweise auch im virtullen Museum Ittenbachs
sehr unterschiedlich erscheint. Denn schließlich waren
sie in den 60er Jahren weit über die Stadt hinaus
berühmt. So auch durch einen Auftritt in Sankt Leonhard
bei Salzburg im Salzburger Kongresscenter.

Zugegeben, der Öttemicher Karneval ist zwar schon älter
als der bestehende Karnevalsverein, aber deshalb noch
lange nicht weniger wirkungsvoll. 22 Jahre Vereins-
geschichte lassen schon mal ein paar Gedanken zu seiner
Geschichte zu.

Mit der Proklamation unserer Prinzessin Petra I. am
16. November 2013 begann für die Öttemicher Jecken
die Festlichkeit zum 22 jährigen Jubiläum unserer
Gesellschaft.

Jetzt zum 22 Jährigen Jubiläum sollte auch einmal
gewürdigt werden, was viele Hände und Köpfe in der
Vergangenheit geleistet haben.

Im Protokoll der ersten Mitgliederversammlung des
Clubs vom 12. Juni 1992 war der erste Tages-
ordnungspunkt Begrüßung der Anwesenden sowie
Namensaustausch und Kennenlernen. Man stelle sich
mal vor – man kannte sich noch nicht einmal.

Ein Vertreter der Presse, sicher kennen noch viele
von uns Herrn Steeg mit seinem altertümlichen
Fotoapparat, notierte sich das Gründungsdatum und
den Namen des Clubs „Öttemicher Jecken“. Seit
dieser Zeit gilt der 12. Juni 1992 als Gründungs-
versammlung. Auf dieser Versammlung wurde
der erste geschäftsführende Vorstand unter der
Leitung des ersten 1. Vorsitzenden Harold Fuge
gewählt.

 
Harold Fuge machte auch den Vorschlag, den
Karnevalsclub der Öffentlichkeit gegenüber durch
eine erste Veranstaltung am 16. Januar 1993
etwas näher zu bringen. Nach der Geburt wurde
dem Club damit das Leben praktisch eingehaucht.

 
An dieser Stelle möchte ich auch mit ganz
besonderem Stolz ein Gründungsmitglieder von
1992 begrüßen – unsere Giesela Schröder. Mitglied
seit 19.04.1992, also genau 22 Jahre und man sieht
ihr die in wenigen Tagen zu erreichenden 80 Jahre
(1.Februar) überhaupt nicht an.

Gisela – herzlich willkommen.

Seit der Gründung des Karnevalclubs
„Die Öttemicher Jecken“ findet jährlich eine
Proklamation oder Sessionseröffnung, eine
Kostümsitzung und mit Unterbrechung auch der
Kinderkarneval als dauerhafte Höhepunkte in den
Sessionen statt. 14 Tollitäten seit 1996/97 gab es
insgesamt 6 Prinzenpaare, 6 Prinzessinnen und
zwei Mal ein Dreigestirn. Hinzukommen noch fünf
Kinderprinzenpaare. Das alles war nur möglich
durch viele fleißige Hände.

Allen Helfern unseren Dank.
 
Wenn wir heute stolz und glücklich auf eine
22-jährige Geschichte zurückblicken, so können wir
das nur, weil ganz besonders ein Mann in unserem
Verein sich keine Pause gegönnt hat. Unser heutiger
Ehrenvorsitzender Wolfgang Heisterbach,
herzlich willkommen.

Über Wolfgang und seinem Engagement ist auf
Veranstaltungen unserer und anderer Gesellschaften
bereits viel erzählt worden, ich möchte dies nicht
wiederholen. Sein Ziel war es, Tradition und Brauchtums-
pflege als tragende Säule des Karnevals zu bewahren.
Aus dieser Sicht ist es auch ihm zu verdanken, dass der
Öttemicher Karneval nicht mehr aus dem Landleben der
Öttemicher wegzudenken ist.
 
1994 auf der Jahreshauptversammlung wurde angeregt,
sich Gedanken darüber zu machen, für Ittenbach ein
Prinzenpaar zu finden. Doch zunächst galt es, dem
Verein ein einheitliches Outfit zu geben. Deshalb gab der
Vorstand auf der Jahreshauptversammlung 1995
bekannt, dass ab der kommenden Session der KC eine
einheitliche Uniform tragen wird. Man muss geahnt
haben, was in der darauffolgenden Session geschehen
sollte.

 
In diese Zeit fällt also auch die Anschaffung der heute
bekannten Uniform mit der Entwicklung des vereins-
eigenen Wappens, welches im Motto auch auf unserer
Standarte zu sehen ist.
 
Waren die Sessionsorden bis 1996 eher bescheidene
Clownsmotive (kann man im Internetnachschauen) so
gab es beginnend mit dem ersten Prinzenpaar
Agathe I. und Manfred I. aus dem Hause Metschulat
erstmals einen Sessionsorden unter dem Motto
„Ein Traum wurde war, Ittenbach hat ein Prinzenpaar“.
Ihre Proklamation am 09.11.1996 damals noch im
Sonneneck nahm der damalige Vizebürgermeister und
unser heutiges Ehrenmitglied Hans Remig vor.
Insbesondere Agathe und Manfred ist es zu verdanken,
dass der Karnevalsclub an weiteres Ansehen
gewonnen hat und sich die Brauchtumspflege in
Ittenbach endgültig etablierte. Unterstützt wurde dies
durch das Männerballett der Öttemicher Jecken und
dem Auftritt der Aktiven als Hitparade u.a. mit
Willi Millowitsch und Peter Kraus.

Leider beklagen wir nicht nur den viel zu frühen
Tod von Agathe am 12. Dezember 2002
sondern auch vieler verdienter Vereins- und
Senatsmitglieder. Mit ihrem Tod haben uns
feine, wunderbare Menschen und langjährige
verdiente Unterstützer und Förderer des
Vereines verlassen müssen. Die Bewahrung
es Andenkens an die Verstorbenen ist uns
Verpflichtung und Ehre zugleich.

Dennoch ist es uns heute eine besondere Ehre,
jenem Gründungsmitglied und langjährigem Weg-
gefährten des Clubs, Herrn Manfred Metschulat,
in besonderer Weise zu danken.

Bevor ich das jedoch bekannt gebe, eine kleine
Episode am Rande: Manfred hat uns im Wissen,
dass es immer seine sein wird, das Schiffchen der
Agathe als Dauerleihgabe überlassen. Ohne dies
selbst zu wissen trägt nach so langer Zeit unsere
heutige Prinzessin Petra I. dieses Schiffchen.
Das sollte im Jubiläumsjahr eine ganz besondere
Ehre sein.

Diesen Festkommerz nutzend wollen wir Herrn
Manfred Metschulat hiermit zum Ehrenmitglied
ernennen.

(Verlesen der Urkunde!)

(Leider kann er nicht an dieser Veranstaltung
teilnehmen, Es wird der Prinzessin Petra die Ehre
zuteil, ihm diese Nachricht zu übermitteln und ihm
auch dendiesjährigen Sessionsorden zu verleihen.)

In derSession 1997/98 wurden als Prinzenpaar
Willi und Regina Hülder am 09.11.1997 proklamiert.
Ihr Motto setzte an dem unseres ersten Prinzen-
paares an. „Der Traum geht weiter auf der Feuer-
wehrleiter“ – dies war zugleich eine Hommage an
die Feuerwehr, die durch ihre selbstlosen Einsätze
in ihren damals 90 Jahren ein wesentlicher
Sicherheitsfaktor in unserer Region geworden ist.

Unter dem Motto „Ob alt ob Jung mir halten Ittenbach
in Schwung“ wurden für die Session 1998/99 Prinz
Werner I. und Irma I. aus dem Hause Schneider
proklamiert.

In Ihre Session fiel auch die Schaffung unserer
Standarte. Wie die
 Siebengebirgs-Zeitung berichtete,
schuf die Königswinterer Künstlerin Mariette Doris für
die Karnevalsgesellschaft „Öttemicher Jecken"eine
neue Standarte. Sie ist 1,10 m im Quadrat groß und
zeigt die beiden Kirchen Ittenbachs und im Hintergrund
den Ölberg mit dem Sendemast. Im Vordergrund lacht
der Ittenbacher Clown dem Betrachter der Fahne
entgegen. Rund um das Wappen der Gesellschaft sind
der Name und das Gründungsjahr 1992 zu sehen.
(Quelle: Siebengebirgs-Zeitung Nr. 6 vom 11. 02.1999)

(Übrigens Fähnrich unserer Standarte wurde
Achim Weniger. Leider kann Frau Doris heute hier nicht
anwesend sein, aber ihr Bruder Hansi Hirtzmann wird
nochmals unsere besten Grüße und unseren Dank
übermitteln.).

In diese Zeit viel es auch, dass bei einem Senatstreffen
auf dem Ölberg bei Senator Hans Prinz der zur
Proklamation am 08. November 1997 ernannt Senator
Siegfried Keymes zum Senatspräsidenten befördert
wurde.

Am 16. August 1998 führte der Karnevalsclub erstmals
ein Kindersommerfest auf dem Marienplatz durch.
Die Hauptattraktion war der Spieleparcours mit 6
Spielen, wo die Pänz attraktive Preise gewinnen
konnten. Des Weiteren wurden eine Mini-Playback-
Show, eine Kindermodenschau und Tänze von Tanz-
korps aufgeführt. Diese Veranstaltung war zumindest
der Beginn innerhalb der Brauchtumspflege, den
Kindern Freude zu bereiten und langfristig den Kindern
Karneval näher zu bringen.

In der Session 2000 gab es dann ein besonderes
Highlight. Erstmals wurde in Ittenbach ein Dreigestirn
proklamiert. Mit Prinz Ralph-Georg I. (Claus), Bauer
André(Schluch) und Jungfrau Jürgen (Dittko) fanden
sich drei Männer die getreu dem Motto „3xNull es 2000“
dieJahrtausendwende für den Ittenbacher Karneval
einleiteten.

Unterstützung bekamen Das Dreigestirn durch das erste
Ittenbacher Kinderprinzenpaar Stephan I. (Nicolaus) und
Lisa I. (Schuchert). Sie beide kamen aus dem Kinder-
tanzkorps, welches 1996 gegründet wurde. Ihr Motto
machteklar, was sie von ihrem Tanzkorps erwarteten.
„Kleine Sternchen ganz groß“.

Lisa Schuchert hat heute Geburtstag, und zu diesem
wünschen wir alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft –
herzlichen Glückwunsch.

 Mit der Gründung der Tanzkorps Ölbergsterne und
Ölbergsternchen 1996 wurde auch im Gardetanzsport
ein Terrain eröffnet, bei dem stellenweise über 40 Kinder
Spaß am Tanzen gefunden hatten. Höhepunkte waren
die Jahre um die Jahrtausendwende bis um etwa 2004.
Zu diesem Zeitpunkt hatte aus heutiger Sicht der
damalige Vorstand es nicht verstanden, neue Bedürfnisse
mit aktuellem Inhalt zu verbinden. Dies führte zu einem
starken Verlust aktiver Mitglieder und Organisatoren
einschließlich Tanzkorps. Das tat weh und musste
kompensiert werden. 2005 verfügte der Verein mit
Nora Schröder noch über ein Solomariechen, ab 2006
hatte der Verein kein eigenes Tanzkorps mehr. Im
Rahmen einer Kooperation mit der Rheingarde von den
Sieben Bergen wurden oftmals Auftritte bei befreundeten
Vereinen durch dieses herrliche Tanzcorps begleitet.
2011 wurde die Rheingarde von den Sieben Bergen zum
Ehrentanzkorps des Karnevalsclubs ernannt. Dies war
der Dank an die bisherige Unterstützung der
Brauchtumspflege in Ittenbach.

Zurück aber zu den wesentlichen Elementen unseres
Brauchtums – zu denen, die die Regentschaft in der
Karnevalszeit für die Jecken übernehmen. In weiteren 22
Jahren wird man nicht mehr alle Tollitäten aufzählen
können, heute können wir uns dies noch leisten.

 
2001 folgten als Prinzenpaar Martin I. und Barbara I.
(Klingmüller). Das war die Zeit des Tunnelbaus und
daher treffend ihr Motto „Ob drüber oder drunter
Öttemich bleibt munter“. Auch Martin ist leider viel zu
früh von uns gegangen.

Als Kinderprinzenpaar wurden Daniel Wagner und
Jasmin Lohmüller mit dem Motto „Öttemicher Pänz
geben Gas“ proklamiert. Das lag aber eher darin
begründet, dass Norbert Wagner damals Pächter der
Tankstelle war und Knauber-Gas ihr Triebwerk der
Rakete auf dem Sessionsorden der Kinder prägte.

Erstmals geplant waren 4 Veranstaltungen im Festzelt
auf der Pfadfinderwiese. Der Höhepunkte der Session
waren die Auftritte der Männer mit den Glocken von Rom
und die Frauen als Cancan-Tänzerinnen. Aber auch der
Besuch des Berliner Prinzenpaares Thomas I. und
Brigitta I. mit Gefolge war ein Höhepunkt in dieser
Session.

 
Auf Martin und Barbara folgte 2002 Renate I. aus dem
Hause Christen. Sie arrangierte sich damals für eine
bessere Kinderbetreuung und stellte fest:
„E Glöck dat et se jit, Pänz hale fit“. Dies musste sie
spätestens mit ihrem Kinderprinzenpaar Jan-Phillip I.
(Carstens) und Isabelle I. (Krämer) erneut feststellen,
die unter dem Motto „Kleine Narren keck un jeck“ die
Öttemicher Pänz anführten.

Mit den Gastwirten aus dem inzwischen vom
Sonneneck in den Sängerhof umbenannten Hotel
Andreas und Angela Danne und den Kinderprinzen-
paar Sebastian und Christina wurde 2003 die Session
und dem Motto „Ittenbach bleibt heiter, mit dem
Sängerhof geht’s weiter“ durchgeführt.

 
Die elfte Session, also genau vor 11 Jahren führte
dazu, das erstmals sächsische Rheinländer
proklamiert wurden. Frank I. und Birgit I. (Nicolaus)
wollten es ihrem Sohn Stephan gleich tun und
wurden im November 2003 unter dem Motto „Für
uns un für üch, 11 Jahre Karnaval in Öttemich“
proklamiert. Ein Kinderprinzenpaar gab es zu
dieser Zeit nicht.

 
Dies folgte in der Session 2005 mit Kinderprinz
Marius I. (Streng) und und Kinderprinzessin
Davina I. (Gillnik). Sie regierten Öttemich ganz
allein unter dem Motto „Ob om Berg oder im Tal,
mir Pänz fiere övverall“.

 
In der Session 2006 führte Prinzessin Mäggi I.
(Margot Oehm, heute Drees) die Narren unter
dem Motto „Kutt loß mer Fiere“ an.

 
Es folgte eine Zeit ein, in der wir in den darauf-
folgenden Sessionen keine Prinzenpaare mehr
fanden. 2007 gab es keine Tollität und der Verein
machte aus der Not eine Tugend. Das Motto
„Et es nit jedem sing Ding einmol Prinz zo sinn“
führte daraufhin die Session an mit dem Ziel,
wieder eine Tollität in der kommenden Session
zu finden.

Diese fanden wir 2008 in der Prinzessin
Sieglinde I., Ehefrau des Senators Helmut
Hansen-Röhe. Unter dem Motto „Servus und
Alaaf in Ittenbach“ schaffte eine in Österreich
geborene und mit einem Norddeutschen
verheiratete langjährige Karnevalistin, den
Ittenbacher Jecken wieder das Gefühl zu geben,
dass es sich lohnt, gemeinsam in der Gemeinde
Karneval zu feiern.

 
Aber auch 2009 fand sich niemand, der den
Karneval in Ittenbach anführen wollte. So feierten
die Karnevalisten getreu dem Motto
„mir Vögel unger uns“ und so wurde
der Karneval ohne Tollitäten ausgiebig gefeiert.
Dabei traten die Aktiven im Zoch mit Flamingo-
Kostümen auf.

 Keine Tollitäten. So konnte das nicht weitergehen.
Scheinbar steckte man irgendwie in einer
Sackgasse. Nun könnte man meinen, das sind
alles Probleme, die andere Vereine und
Organisationen selbst schon kennen. Sicher ist
das richtig, aber für die Karnevalisten geht es in
erster Linie darum, sich neuen Herausforderungen
zu stellen, die Chancen erkennen und die
notwendigen Aktivitäten abzuleiten. Viele Heraus-
forderungen haben wir dabei angenommen und
schwierige Situationen durchlebt.
 

In den letzten drei bis vier Jahren hat der
Karnevalsclub neue Aktivitäten entwickelt. Mit der
jetzigen
Senatorin Ute Westerhoff als Prinzessin
Ute I. 2010 galt es „Alle unter einen Hut“ zu bringen
und den Karneval wieder mit etwas mehr Schwung
zu versehen.

Dies setzte sich mit dem zweiten Dreigestirn in
Ittenbach mit Prinz Stephan I., Jungfrau Franziska
(beide Nicolaus) und Bauer Heinz (Arenz) in unserer
Historie 2011 fort und fand in der Session 2012
mit Eileen I. zunächst einen gebührenden Abschluss.
Übrigens: 11 Jahre nach seinem Debüt als Kinderprinz
wurde Stephan erwachsener Prinz. Stellt sich die
Frage, was macht er 2022?

 
Als neue Highlights wurde auf „Jeck gerockt beim Club“
und statt eines traditionellen Frühschoppens auf einen
Mottoabend mit gleichem Titel gesetzt. Mit ihrem Drei-
gestirnboggie rockten die die drei Karnevalisten
mehrere Bühnen und brachten Stimmung in die Sääle.

Wer sich erinnern kann richtete sich der Mottoabend
nach dem Motto der Session und nannte sich im
Dreigestirn der „Bauernabend“ und im Jahr der
Regentschaft von Eileen I. „Disney Day“. Eileen I. (Henn)
regierte unter dem Motto: „Karneval und Disneys Welt
ist alles was für mich zählt“.

 
Nicht alle Aktivitäten haben den Zuspruch gefunden
und werden, wenn überhaupt, unter neuem Konzept
aufgelegt werden müssen.

Schwierig ist die Umsetzung neuer Konzepte vor
allem dadurch, dass bereits vor der Session
Veranstaltungen durchgeführt werden, welche eine
Verpflichtung von Spitzenkräften für die eigenen
Sitzungen durch enorme Gagen fast unmöglich
erscheinen lässt. Wachsende Kosten für Technik,
Sicherheit, Mieten und Nutzungsentgelte
(man stelle sich vor, 2001 bis 2003 hatten wir auf der
Pfadfinderwiese immer ein großes bis 300 Mann
fassendes Zelt betrieben) tun das Übrige hinzu.
Hinzukommt, dass viele den Eintrittspreis zu hoch
empfinden. Top Unterhaltung ist heute nur noch
möglich mit einem begeisterten Publikum und mit
Unterhaltung aus eigenen oder unbekannten Beiträgen.

 
Darüber hinaus ist es uns in der Gemeinde durch
fehlende Räumlichkeiten selbst nicht möglich, ein
höheres Angebot an Plätzen in unseren Räumen
umzusetzen. Leider ist auch der Saal im ehemaligen
Hotel „Zur Alten Post“ zurzeit nicht mehr verfügbar.
Es besteht die Befürchtung, dass dieses Haus
generell dem Abriss zum Opfer fällt. Aber vielleicht
könnten die Vereine im Ort einmal darüber
nachdenken, wie aus diesem Haus ein Bürgerhaus
ähnlich wie in Aegidienberg entstehen könnte.

Gerade auf Karnevalsvereine kommen auf Grund
ihrer doppelten Funktion ständig neue Anforderungen
zu. Einerseits die Traditions- und Brauchtumspflege,
welche durch immer neue Auflagen sicherlich nicht
einfacher geworden ist, andererseits die Jugendarbeit
sowie die Durchführung von Festen und Sitzungen.
 

Apropos Durchführung von Festen – an dieser Stelle
sei unserer Familie Haas von der „Bitze“ recht herzlich
gedankt, die durch ihren Beitrag heute sichern, dass
wir nicht nur etwas zu trinken haben, sondern auch
etwas essen können. Dafür unseren recht herzlichen
Dank. Zugleich wollen wir hier an dieser Stelle auch
dem heutigen Geburtstagskind der Familie Birgit Haas
unsere Glückwünsche übermitteln und weiterhin viel
Gesundheit wünschen.
 

Neues gibt es auch in Bezug auf die Aktivitäten zur
weiteren Pflege des Tanzsports in Ittenbach. Im
Jahr 2011 gründeten wir zusammen mit 10 jungen
Mädchen und Frauen das Tanzkorps „Golden
Sunrise“, welches seine Premiere zur Proklamation im
November 2011 hatte. Dieses Tanzcorps hat innerhalb
kurzer Zeit ein hohes Niveau erreicht. Von diesem
Niveau werden Sie sich nach unserer Pause über-
zeugen können.

 
Mit weiterem Schwung und Aktivitäten ging die
Vereinsführung an die Idee, das Kindertanzkorps
Ölbergsterne wieder aufleben zu lassen. In diesem
Sinne gab es 6 junge Mädchen, die Spaß am
Tanzen gefunden haben. Unterstützt werden sie von
den Eltern, welche wohl wissen, dass neben der
Schule das Training eine ständige Herausforderung
für die Kinder sein wird. Von den 6 Mädchen blieben
am Ende 2 übrig, die in der letzten Session als
doppeltes Lottchen unterwegs waren: Melina Küster
und Rieke Staffel. Beide tanzen heut im Jugend-
tanzkorps, dessen Leistung sie schon bewundern
durften. Ölbergsterne passt wohl nicht mehr
so richtig in die „NEUE WELT“ des denglisch, und
so treten sie heute als Jugendtanzkorps der
Öttemicher Jecken auf wohl wissend, einmal in das
Tanzkorps „Golden Sunrise“ aufsteigen zu können.

 
Es wäre schön, wenn sich noch mehr junge
Mädchen für das Tanzen interessieren würden.
An dieser Stelle möchte ich die anwesenden
Vereine Ittenbachs bitten, uns bei der Suche
weiterer Interessenten zu unterstützen.

Darüber hinaus möchte ich sie auffordern darüber
nachzudenken, wie die Tradition Karneval
weitergeführt werden kann. Wichtig dabei wäre
auch die Bereitschaft von Interessenten, einmal
Tollität werden zu wollen.
 

An dieser Stelle möchte sich der Verein bei der
Kreissparkasse Köln, Zweigstelle Ittenbach,
vertreten durch den Zweigstellenleiter Herrn
Jens Räcker, und bei Frau Westphal von
Mc Donalds ausdrücklich bedanken. Für die
Ausstattung der jungen Tänzerinnen mit
Kostümen und einheitlichen Trainingsanzügen
unterstützten sie uns mit einem nicht unerheblichen
Beitrag um zu sichern, dass die Brauchtumspflege
und die Tradition des Tanzsportes in Ittenbach
weitergeführt werden kann.

 

Anmerkung/Hinweis:
Bei den Vorbereitung zu dieser Festkommersrede,
ist uns ganz durchgegangen (nicht daran gedacht)
auch den Geschäftsführern, der Firma Helmut Schmidt
Verpackungsfolien GmbH (Oberpleis), den
Herren Wolfgang Schmidt und Rainer Schmidt zu danken,
die nicht nur durch Ihre Spenden den Kauf der
Trainingsanzüge ermöglichten, sonder auch unseren
Tanzteams die Möglichkeit zum Trainieren geben.
Auch hierfür recht herzlichen Dank.

 

Bedanken für die Unterstützung möchte sich der
Karnevalsclub auch bei seinem Senat. Ohne ihn, in
diesem Jahr besonders durch unsere Senatorin Doris
Haas, könnte manches nicht umgesetzt werden.
Ich danke auch besonders unseren Senator Christoph
Müller, der immer einen Prinzenwagen zu Verfügung
stellt. Oder an unseren Senatspräsidenten Siegfried
Keymes, der uns in allen steuerlichen Fragen
unterstützt. Und an Alexander Beljaars, der uns
unscheinbar mit allen Druckerzeugnissen hilft und an
alle anderen Senatoren auch. Danke.
 

Bedanken wollen wir uns heute auch bei allen
uneigennützigen Helfern, sollten wir sie alle aufzählen
wollen, wir morgen früh noch zusammensitzen würden,
bei allen Ortsvereinen und den Bürgern unseres
Öttemich. An dieser Stelle sei zwei mit der Historie des
Vereines eng verbunden Menschen gedankt: Herrn
Norbert Wagner, der den Verein als 1. Vorsitzender
von Mai 2002 bis 2005 und Herrn Manfred Schnichels,
er den Verein zwischen 2009 bis 2011 als 1. Vorsitzender
führte.

 
Es ist nun mal Tatsache, dass sich Karneval in Ittenbach
nur mit den Ittenbachern machen lässt. Denn der
Karneval lebt von der Bereitschaft seiner Mitglieder und
den Bürgern der Gemeinschaft, sich im Karneval in der
Brauchtumspflege zu arrangieren und in der Jugend-
arbeit zu unterstützen. Dazu zählt auch deren Teilnahme
an unseren Veranstaltungen. Dafür recht herzlichen Dank.
 

Wir werden noch viele schöne Stunden und
Begegnungen in dieser Session haben. Der Jubilar,
der KC Öttemicher Jecken ist gut aufgestellt und
auf einen guten Weg in die Zukunft.
 

Wünschen wir allen Ehrenamtlichen im Karneval eine
lückliche Hand und ein faires Miteinander im Team
sowie die Erkenntnis, dass man sich auf dem Erreichten
nicht ausruhen darf. Neue Wege müssen beschritten,
neue Ideen müssen umgesetzt und der Wunsch
realisiert werden, dass immer genügend Menschen
bereit sind, im Karneval weiter zu arbeiten um das
Brauchtum Karneval zu bewahren.
 

Als ich am 21. Oktober 1996 inaktives Mitglied
wurde, ahnte ich noch nicht, dass ich selbst einmal
die Geschicke des Vereines in die Hände nehmen
sollte. In knapp18 Jahren aktive Mitgestaltung des
Karneval in Ittenbach habe ich viele Höhepunkte
und auch manche Tiefschläge kennenlernen können
und müssen. Dennoch bin ich gern Vorsitzender
dieses Karnevalsclubs und stolz auf eine Mannschaft
und ein Tanzkorps, die mit mir die Zukunft gestalten
wollen. Dafür danke ich Euch.

 
Unser Lied zu Proklamation endete mit den Zeilen:

 
mit 22 Johre sin mir jetz jod in Schuß,
nach 22 Johre is noch lange net Schluß.

 
In diesem Sinne schließe ich heute meine
Festrede mit dem Sessionsmotto unserer
Prinzessin Petra I. – wir sind

 „Mittendrin statt nur dabei“

 
Ich danke für die Aufmerksamkeit.


Alaaf.

 


© Frank Nicolaus 180114

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letzte Änderung: 27.05.2014 16:15 Uhr
 
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